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Die pittoreske Stadt Nain liegt am westlichen Rand der Wüste Dascht-e-Kavir, 200 km östlich von Isfahan. Hier gibt es die typischen Lehmhäuser sowie eine der ältesten Moscheen des Iran (10. Jahrhundert). Nain-Teppiche sind geschätzt und beliebt. Material und Ausführung sind erstklassig. Die Knüpfdichte beträgt häufig mehr als eine Million Knoten pro Quadratmeter. Das Material besteht aus Wolle auf Seidenkette. Seide kommt auch als Schussfaden und im Flor vor. Üblich sind Muster mit einem Medaillon in der Mitte sowie mit Arabesken und Blumenmotiven. Die Ähnlichkeit mit Isfahan-Teppichen ist auffällig. Es kommen auch einfachere Teppichprodukte geringerer Qualität vor, die fälschlich als Nain verkauft werden. Nain-Teppiche haben häufig folgende Bezeichnungen: 4La, 6La, 9La usw. ("La" heißt "Schicht" auf persisch). Dies ist eine Qualitätsbezeichnung und bezieht sich auf die Anzahl der Fadenschichten, die in jedem Kettenfaden enthalten sind. Je geringerer die angegebene Zahl ist, desto feiner und dichter ist der Teppich geknüpft. Man kann die Anzahl der Fadenschichten kontrollieren, indem man die Fäden der Teppichfransen zählt; bei drei Fädenpaaren (siehe Abb.) pro Teppichfranse handelt es sich um einen 6La-Teppich.
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