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Seide

Wolle | Seide | Baumwolle

Seide wird in feineren Teppichen verwendet, hier die Raupe des Seidenspinners.

Die Raupen des Seidenspinners (Bombyx mori) leben von den Blättern des Maulbeerbaumes.
 
Die chinesische Seidenherstellung war lange Zeit ein geheim gehaltener Prozess. Nachdem aber Seidenraupen aus China geschmuggelt wurden, wird Seide auch im Iran (in den Provinzen Gilan und Masandaran am Kaspischen Meer) sowie in der Türkei hergestellt.
 
Seide besteht aus den Textilfasern des Kokons des Seidenspinners. Die Kokons bestehen aus Rohseide, d.h. aus dem Fasermaterial Fibroin und dem Bindemittel Serizin. Nach Entfernung des Seidenbasts (Serizin) erhält man abgekochte Seide. Die wichtigste Seide kommt vom Seidenspinner, dessen Raupen von den Blättern des Maulbeerbaums leben.
 
Seidenbälle bevor sie zu feinen Fäden in exklusiven Teppichen werden.
Seidenbälle - Material für einen künftigen Teppich?
Ein exklusiver handgeknüpfter Ghom Teppich.

Beispiel eines exklusiven handgeknüpften Seidenteppichs (Ghom).
Bei feineren, kleineren Teppichen aus Isfahan, Ghom, Nain, Keschan und dem türkischen Hereke sind Kette, Schuss und Flor aus Seide. Es gibt Teppiche mit der Kette aus Seide und dem Flor aus Wolle; auch einzelne Muster können aus Seide sein.
 
Heute gibt es auch (vor allem chinesische und indische) Teppiche aus Kunstseide. Diese Teppiche ähneln auf den ersten Blick zwar echten Seidenteppichen. Deren Haltbarkeit und Wertbeständigkeit jedoch ist weit geringer. Hier ist also Vorsicht am Platz, da solche Teppiche zuweilen als "echte Seidenteppiche" angepriesen werden.
 


Haufenweise Seidenraupen.



Seidenraupen während der Verpuppung.



Mahlzeit am Maulbeerblatt.